14.07.2010:Ferienspaß
USCH Hagen. Klar: Die Feuerwehr löscht Brände und rettet Leben. Wie genau sie das macht und welche Gerätschaften sie dabei zum Einsatz bringt, das erfuhren 17 Ferienkinder jetzt bei der Freiwilligen Feuerwehr Hagen. Dort durften sie auch in den großen roten Autos sitzen und Wasser spritzen.
„Wir kommen im Notfall“, stellten Ingo Buchberger, Kai Bußmann und Gruppenführer Bernhard Bußmann gleich zu Beginn der Ferienspaßaktion klar. Die drei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hagen gestalteten den spannenden Nachmittag für die acht Jungen und neun Mädchen. „Aber woher wissen wir überhaupt, dass irgendwo ein Notfall passiert ist?“, lautete die nächste Frage der Lebensretter. Aus einem Notruf natürlich - und wie ein solcher auszusehen hat, das erklärten sie gleich mit.
Im Anschluss demonstrierten sie den neugierigen Kleinen, was so ein Feuerwehrmann im Einsatz alles bei sich führt und welche Kleidung er dabei trägt. Dass ein Feuerwehrbeil stumpf ist, glaubte der Nachwuchs dabei noch gern, dass die besten Handschuhe, die nicht bei Hitze schrumpfen, aus Elchleder sind, fiel ihnen dagegen schon schwerer anzunehmen. Und dass der Lebensretter in voller Montur über 25 Kilogramm Ausrüstung und Kleidung mit sich schleppt, das konnten sie allein durch das Halten der Schutzjacke erahnen.
Auch die verschiedenen Gerätschaften im Löschfahrzeug, Tanklöschfahrzeug und im Gerätewagen erklärten Ingo Buchberger sowie Kai und Bernhard Bußmann ausführlich. Für manche hatten die Jungen und Mädchen ganz eigene Verwendungsideen. „Das kann man doch auch prima nehmen, um am Auto Winter- und Sommerreifen zu wechseln“, vermutete ein Mädchen beim Anblick des viel bewunderten hydraulischen Spreizers. Und die hydraulische Schere, die so stark ist, dass sie eine Aluminiumstange ganz leicht durchschneiden kann, erntete auch viel Bewunderung.
So ging es weiter mit den verschiedenen Strahlrohren, Schläuchen, Schaummitteln, Aggregaten zur Stromerzeugung und Ventilatoren. „Die machen aber mächtigen Wind“, stellten die Kinder fest, und die Demonstration des Wasserschilds sorgte zunächst für ein bisschen Quietschen und Kreischen, bevor die ganz mutigen Kinder durch die willkommene Abkühlung hindurchhüpften. Weniger Skepsis erntete dagegen die Erlaubnis, in den großen roten Feuerwehrautos zu sitzen. Und beim Einsatz der Wasserspritzen, pardon, der D-Rohre, also der kleinsten vorhandenen Größe, waren auch wieder alle Jungen und Mädchen mit Feuereifer dabei.
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

